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Forums-Blog - Militärfernmelder | Allgemein

- die Richtfunkachse LSK/LV-

Erstellt 05.09.2023 14:06 von Richtfunker 05.09.2023 14:06 In der Kategorie Allgemein.

„ Ein Beschluss der 10. Sitzung des Nationalen Verteidigungsrates der DDR vom 06. April 1962 über die Schaffung einer teilgeschützten stationären Richtfunkachse war der Grundstein für die Richtfunkachse der LSK/LV
. In der Folgezeit wurde bis 1965 dieser Beschluss des NVR umgesetzt und im Jahre 1965 übernahmen das NR-19 das Objekt 500 (verbunkerte Richtfunkachse) in ihren Bestand zur Sicherstellung von Nachrichtenverbindungen für die Gefechtsstände der LSK/LV.
Es waren 8 Richtfunkübertragungsstellen errichtet worden, die ihrerseits eine Richtfunkachse bilden sollten:
- Richtfunkübertragungsstelle Leuthen
- Richtfunkübertragungsstelle Biebersdorf
- Richtfunkübertragungsstelle Wilmersdorf
- Richtfunkübertragungsstelle Heinersdorf
- Richtfunkübertragungsstelle Wollenberg
- Richtfunkübertragungsstelle Temmen
- Richtfunkübertragungsstelle Wendorf
- Richtfunkübertragungsstelle Cölpin


Die Bunker waren 1-etagig angelegt mit oberirdisch aufstehendem Richtfunkgittermast.

Um 1965/66 erfolgte die Einrüstung der Richtfunkübertragungsstellen des Objekte 500 Leuthen bis Cölpin und NZ Eggersdorf mit dem Richtfunkgerätesatz RVG-934.

Eine Inbetriebnahme der Richtfunkachse erfolgte etappenweise.
Im Herbst 1965 konnte die Südanbindung von Heinersdorf nach Leuthen in Betrieb gehen.
Dem folgte dann im Sommer 1966 die Nordanbindung von Heinersdorf bis Cölpin.

Zeitzeugen erinnern sich zur Problematik Nordanbindung hinsichtlich technischer Probleme.
RFB Temmen nicht erreichbar.
Daher Inbetriebnahme Abschnitt Wollenberg- Temmen abgebrochen und von Norden (Cölpin) aus begonnen.
In Temmen dann wieder angebrochen.
Erst Messgeräte besorgt-- Ursache dann defektes Antennenkabel in Temmen. Stahlplatte war auf Antennenkabel gefallen und hatte es leicht beschädigt. Dann Tausch Antennenkabel und die Nordstecke war Intakt.

Eine Anschaltung des ZGS Eggersdorf an diese Nord-Süd-Richtfunkachse erfolgte über die Richtfunkübertragungsstelle Heinersdorf mit RVG-934A nach Eggersdorf.

Nicht zur Richtfunkachse zählte - aber dennoch Bestandteil der Gesamtkonstellation - die Richtfunkanbindung des damaligen ZWGS LSK/LV im Roten Luch mittels RVG-934 Richtfunkstrecke von Eggersdorf nach Waldsieversdorf/Rotes Luch.
Aus dieser Zeit stammte auch der hohe Stahlgitterturm im Luch.

Über diese Richtfunkverbindungen konnten erste separate bzw. reservierte Nachrichtenverbindungen vom ZGS Eggersdorf zu den Gefechtsständen der 1.LVD und 3.LVD geschalten werden, so das Ende der 60ger Jahre erstmals gangbare Nachrichtenverbindungen mit Zweitabstützung zwischen den Gefechtsständen geschaffen werden konnten.

Bis zu diesem Zeitpunkt erfolgte die Kommunikation ausschließlich über störanfällige Funkverbindungen.

Jedoch musste dann in der praktischen Phase festgestellt werden, dass die theoretisch berechneten Funkfelder nicht die gewünschte Qualität gewährleisteten.
Insbesondere das Funkfeld zwischen den Richtfunkübertragungsstellen Temmen und Cölpin musste korrigiert werden.
Als Korrekturmaßnahme wurde aus LSK/LV Mitteln die Richtfunkübertragungsstelle Wendorf quasi NACHTRÄGLICH zwischen den Richtfunkübertragungsstellen Temmen und Cölpin errichtet und in Betrieb genommen- damit verkürzten sich die Längen der Richtfunkstrecken bei einem Gewinn an Qualität.
Diese Nachrüstung mag auch der Grund sein für die doch realtive räumliche Nähe der Richtfunkbetriebsstellen Cölpin und Wendorf.

Zum 01.12.1971 wurden die Richtfunkübertragungsstellen des Objekt 500 mit den Buchsstaben A bis D belegt und das Objekt 500 mit seinen 8 Richtfunkübertragungsstellen wurde in das neu gebildete Nachrichtenbetriebsamt integriert:
- Objekt 500 A = Richtfunkübertragungsstelle Leuthen
- Objekt 500 a = Richtfunkübertragungsstelle Biebersdorf
- Objekt 500 b = Richtfunkübertragungsstelle Wilmersdorf
- Objekt 500 B = Richtfunkübertragungsstelle Heinersdorf
- Objekt 500 C = Richtfunkübertragungsstelle Wollenberg
- Objekt 500 c = Richtfunkübertragungsstelle Temmen
- Objekt 500 d = Richtfunkübertragungsstelle Wendorf
- Objekt 500 D = Richtfunkübertragungsstelle Cölpin
- Zur Tarnung Objekt E = Übertragungsstelle Eggersdorf
- Zur Tarnung Objekt F = Übertragungsstelle Fürstenwalde

Ab Mitte der 70ger Jahre erfolgte die Einrüstung der Objekte 500 A bis D und NZ Eggersdorf mit dem Richtfunkgerätesatz RVG-961 zur Ablösung der RVG-934 (924).
Technischer Grundstock der Richtfunkachse wurde dann der Gerätesatz RVG-961 . Mit diesem konnten Kanalbündel von bis zu 960 Fernsprechkanälen übertragen werden. Zur Sicherung vor Ausfällen der Nachrichtenverbindungen wurden immer 2 Systeme RVG 961 redundant gefahren.
Im Jahre 1976 wurden die Richtfunkbetriebsstellen um Objekt 500 "G" Klein Kussewitz zur nachrichtentechnischen Sicherstellung der 43. FRBr. erweitert.
Im Jahre 1977 wurden die Richtfunkbetriebsstellen um Objekt 500 "g" Dargelütz zur nachrichtentechnischen Sicherstellung des FRR-13 und des neu aufgestellten FuTB-43 erweitert.
Eine Umstrukturierung des FRR-13 zu einer 4. Fla-Raketen-Brigade war zudem vorgesehen war.
Ebenfalls 1977/1978 gingen auf der Richtfunkachse die ERSTEN Troposphärenfunkrichtungen der NVA im Rahmen des DHS in Betrieb.

Die Richtfunkachse ging mit ihrer Indienststellung in den Bestand des damaligen Nachrichtenregiment-19. Mit Bildung des Nachrichtenbetriebsamtes per 17.10.1971 wurde die Richtfunkachse dem NBA zugeordnet. Im NR-19 und NBA oblag einem Leiter Objekt 500 ( Major Planstelle) - später Leiter Richtfunkachse (1982) --die Führung der 8 und dann später 10 Richtfunkbetriebsstellen.

Zum 01.12.1982 erfolgte die Aufhebung der Bezeichnung Objekt 500 A-g und Änderung der Bezeichung in Richtfunkbetriebsstelle 1 bis 10.

Daraus ergab sich ab dem 01.12.1982:
- Leiter der Richtfunkachse: Eggersdorf
- Richtfunkbetriebsstelle- 1: Leuten
- Richtfunkbetriebsstelle- 2: Biebersdorf
- Richtfunkbetriebsstelle- 3: Wilmersdorf
- Richtfunkbetriebsstelle-4 : Heinersdorf
- ichtfunkbetriebsstelle-5 : Wollenberg
- Richtfunkbetriebsstelle-6 : Temmen
- Richtfunkbetriebsstelle-7 : Wendorf
- Richtfunkbetriebsstelle-8 : Cölpin
- Richtfunkbetriebsstelle-9: Klein Kussewitz
- Richtfunkbetriebsstelle-10: Dargelütz

Nach 1982 erfolgte ein Zuständigkeitswechsel der Bunker/Schutzbauwerke von den örtlichen UKA ( Unterkunftsabteilungen) zur Verwaltung Spezialbauwerke für die RFB 1 bis 8.
RFB 9 und 10 waren von Anbeginn in der Zuständigkeit der Verwaltung Spezialbauwerke.
Für die RFB 1 bis 6 folgte Mitte der 80ger Jahre eine Modernisierung der Schutzbautechnik- andere Lüftungsanlagen, Lüftungklappen etc. - zur Steigerung der Schutzklasse der Bauwerke.

Unter diesen Bedingungen galt es den Wartungs-u. Instandsetzungsdienst WID auch für die RFB 1-8 besser zu formieren.
Zu diesem Zwecke erließ der Kommandeur NBA im Dezember 1983 eine Anordnung für Aufgaben des WID.
Nachfolgend erlies die Verwaltung Spezialbauwerke 1984 eine Anordnung zu den Aufgaben des WID.



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2 Kommentare

Richtfunkgefechtsbereitschaft ( RiFuGB)

Erstellt 24.04.2022 11:35 von Richtfunker 2 24.04.2022 11:35 In der Kategorie Allgemein.

Die RiFuGB bedeutet für die Nachrichtentruppen eine Entfaltung vordefinierter Richtfunkstrecken über vordefinierter Aufbauplätze durch mobile Richtfunktrupps zur Sicherstellung der Nachrichtenverbindungen zur Führung der Kräfte der LSK/LV unter feldmäßigen Bedingungen. Für die Sicherstellung dieser Aufgabe im Bereich der LSK/LV war das Nachrichteregiment 14 mit ihrem Richtfunkbatallion zuständig.

Die Auslösung erfolgte mit dem Signal "uumm "

Es gab zwei Stufen der RiFuGB:
der RiFuGB II- welche im Auftrag des MfNV ausgelöst wurde und dort die Richtfunkverbindungen für die Führungsstellen des MfNV durch das Richtfunkregiment 2 der 2. Nachrichtenbrigade entfaltete. Zum Nachrichtennetz der LSK/LV war ein definierter Übergabepunkt am Fernmeldeturm (RFN) Rauen festgelegt. Dort stand dann ein Richtfunktrupp der 2. Nachrichtenbrigade und übergab die vorab definierten Nachrichtenverbindungen in das Netz der LSK/LV per Kabel zum ZGS bzw. zum dortigen Richtfunktrupp des NR-14 zwecks Weiterleitung zum ZWGS bzw. RFS.) Zeit: x+6h


Die RiFuGB Stufe I war für die Entfaltung des mobilen Nachrichtennetzes der LSK/LV zuständig. In dieser Stufe gab es mehrere Varianten. Stufe I /1 war der Grundausbau der mobilen Richtfunkachse Nord- Süd von Cölpin bis Kolkwitz.Zeit: x+16 h 1.3. bis 30.11 / x+19h 1.12 bis 28./29.2.

Die Variante I/2 stelle unter Einbeziehung eines Teils der Trupps aus I/1 Nachrichtenverbindungen von Ranzig/Eggersdorf zum Gefechtsstand der 41. FRBr. Klosterfelde sicher. Diese Nachrichtenverbindungen dienten der Führung 41. FRBr. bei Herauslösung aus dem Bestand der 1. LVD und Luftraumsicherung für die Besondere Gruppierung I Berlin im Verteidigungsfall. Zeit: x+8h

Die Variante I/3 beinhaltete Sicherstellung von Nachrichtenverbindungen von ZGS, ZWGS und RFS zu den Gefechtsständen der 1. Westfront bzw. zum Gefechtsstand des Oberfehlshabers des Westlichen Kriegsschauplatzes. Diese Nachrichtenverbindungen wurden im bestehenden stationären Nachrichtennetz bis zur RFB-3 geschalten, dort wäre ein Trupp R-404 der Front entfaltet und mit einer Richtfunkstrecke in das Nachrichtennetz der Front versehen worden. Durch die RFB-3 wären dann die dazu definierten Nachrichtenverbindungen zum Trupp übergeben worden.Zeit: x+20h

Die Führung der Feldkräfte erfolgte aus der Führungsstelle des NR-14. Auslösung erfolgte über den DNF ZGS bzw. ZWGS



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Richtfunk + Kabelbatbtl..

Erstellt 24.04.2022 11:31 von Calauer 24.04.2022 11:31 In der Kategorie Allgemein.

Historischer Vorgänger des III. Bat. war die im Jahre 1952 am Flugplatz Bautzen gebildete Nachrichteneinheit Zwiener der KVP-Luft
Mit Bildung der Aeroklubs und deren Verwaltung velegte die Nachrichteneinheit Zwiener 1953 nach Kamenz.

Im Jahre 1955 wurde in Kamenz ( Objekt II) aus der Nachrichteneinheit Zwiener das Nachrichtenbataillon-12 ( NB-12) der Verwaltung Aeroklubs /der Verwaltung Luftstreitkräfte aufgestellt.

Mit dem NB-12 wurden vier Kompanien aufgestellt :
- eine Funk-/ Richtfunkkompanie
- eine Kompanie Bodennavigation
- eine Fernsprech / Fernschreib Kompanie( Fernsprechvermittlung/ Fernschreibzentrale ....)
- eine Kompanie Feldkabelbau

Mit Bildung des gemeinsamen Kommando LSK/LV aus den Verwaltungen Luftstreitkräfte und der Luftverteidigung, erfolgte zum 15.06.1957 die Unterstellung der Nachrichtenbataillone 2 Waldsieversdorf und 12 Kamenz zum Kdo LSK/LV Eggersdorf.

Das NB-12 erhielt die Aufgabe zur mobilen feldmäßigen Nachrichtensicherstellung vom Kräften der Luftstreitkräfte der DDR.

Mit Befehl des Minister für Nationale Verteidigung vom 07.12.1959 wurden das Nachrichtenbatallion- 2 Waldsieversdorf und das Nachrichtenbatallion-12 Kamenz zum Nachrichtenregiment-19 in Waldsieversdorf zusammengeführt.
Das NR-19:
Nachrichtenbataillon 2 in Waldsieversdorf mit Nachrichtenkp. Eggersdorf
Nachrichtenbataillon 12 in Kamenz ... mit Verlegung nach Waldsieversdorf
Nachrichtenbetriebskompanie Eggersdorf/Strausberg


Damit wurde auf die Bildung des gemeinsamen Kommando Luftstreitkräfte/ Luftverteidigung in Eggersdorf/Strausberg zum 31.05.1957 reagiert.
Mit der Bildung des Nachrichtenregiment-19 erhielt das Kdo LSK/LV und dessen Führungsstellen ein einheitliches für die Nachrichtensicherstellung zuständiges Truppenteil.

Die erste Funkverbindung des neuen ZGS LSK/LV in Eggersdorf/Strausberg zum ZGS LSK/LV der sowjetischen Armee in Moskau ( nicht des VOK Vereinten Oberkommandos) wurde am 02.11.1961 um 21 Uhr mit einer Kurzwellenstation R-820 hergestellt.

Die personelle Auffüllung betrug 1961 bereits 95 %..

Zum 01.12. 1962 kam es zur Umstrukturierung des Nachrichtenregiment-19 zur neuen Struktur:
Am Standort Waldsieversdorf:
Stab des Nachrichtenregiment-19
II. Bataillon ( Funk) - ( aufgestellt aus früheren Nachrichtenbatallion 2)
III. Bataillon ( Richtfunk/Kabelbau) - ( aufgestellt aus früherem Nachrichtenbatallion-12)
Am Standort Eggersdorf / Strausberg:
I. Bataillon - aus der ehem. Funkkompanie
Nachrichtenbetriebskompanie NBK ( 4. Kp/I.Bat) - aus der ehem. selbst. Nachrichtenbetriebskompanie

Dem neu gebildeten III. Bataillon wurde als Aufgabe gestellt:
Sicherstellung des Kommando LSK/LV mit feldmäßigen mobilen Richtfunkmitteln sowie dem Feldkabelbau und Sicherstellung einer Feldnachrichtenzentrale.
Aufbau von Richtfunkzentralen und Sicherstellung des Zusammenwirkens mit anderen Waffengattungen und vereinten Streitkräften per Richtfunk und Feldkabelbau sowie Anschaltung der Feldfunkzentralen des NR-19 an das Nachrichtennetz.
Ebenso waren taktische Übungen mit mobiler Richtfunktechnik abzusichern.
Zusätzlich erhielt das Bataillon nach Inbetriebnahme der stationären Richtfunkachse der LSK/LV die Aufgabe im Falle eines Ausfalls dieser Richtfunkachse entsprechende Ersatzmaßnahmen mit mobiler Richtfunktechnik zu übernehmen.
Zur Erfüllung dieser Aufgaben erhielt das III.Bat. mobile Richtfunktechnik auf Kfz.

Mit Inbetriebnahme der Hilfsführungsstelle-5 Eggersdorf/Strausberg und deren Nutzung als ZWGS LSK/LV erfolgte in Eggersdorf die Einrichtung eines Stellplatzes für eine Richtfunkgruppe Eggersdorf des III. Bataillons zur Sicherstellung der Nachrichtenverbindungen des ZWGS LSK/LV Eggersdorf mittels mobiler Mittel zu den Gefechtsständen / Wechselgefechtsständen der Luftverteidigungsdivisionen.

Das Batallion hatte folgende Struktur:
Bataillonsstab
eine Kompanie Richtfunk mit 3 Zügen
eine Kompanie Kabelbau und Fernsprech/Fernschreib mit 2 Zügen
eine Ausbildungskompanie mit 3 Zügen ab den 80ger Jahren

Die Kabelbau und Fernsprech/Fernschreib-Kompanie:

hatte die Aufgabe Feldkabel-Linien zu unter allen Lagen und Geländebedingungen zu bauen- um Führungsstellen und Feldnachrichtenzentralen an der Nachrichtennetz anzuschalten.
Der Fernsprech u. Fernschreibzug stellte die Fernsprech-und Fernschreibverbindungen einer Feldführungsstelle sicher durch Betrieb einer Fernsprech-Feld-Vermittlungsstelle sowie einer Feld-Fernschreibzentrale.

Feldkabellinien wurden neben Richtfunkverbindungen im Nachrichtensystem zur Herstellung von Nachrichtenverbindungen zwischen Nachrichtenzentralen verschiedener Diese Feldkabellinien hatten Fernsprech und Fernschreibverbindungen als auch TF-Übertragungssignale ( Kanalbündel) störungsfrei und ununterbrochen zu übertragen.
daher mussten sie zwangsläufig unter allen Gefechtslagen unabhängig vom Gelände oder Wetter den Nachrichtenbetrieb gewährleisten..
Für den Einsatz von TF oder WT Kanalbündel mussten die Kabellinien eine hohe Übertragungsgüte garantieren.
Damit waren Standhaftigkeit und Betriebsbereitschaft der Feldkabellinien von der Güte des Verlegens und des ausbaues sowie vom Zustand des Verlegegerätes abhängig.

Das Verlegen der Feldkabel erfolgte zu Fuß oder vom Kfz mit Kabelverlegeeinrichtung.
Vorteil der Drahtnachrichtenverbindungen der Feldkabel gegenüber Richtfunkverbindungen oder Funkverbindungen besteht auch heute noch in der höheren Qualität und der höheren Sicherheit der Nachrichtenübertragung.
Nachteil der Feldkabelverlegung ist der hohe Kraft-und Zeitaufwand zur Kabelverlegung und die hohe Verletzlichkeit der Kabel durch Kampfhandlungen.

Zum Einsatz kamen Leichte Feldleitung ( LFL) und Leichte Feldkabel ( LFK) sowie Feldverbindungskabel ( FFK) oder Feldfernkabel.

Im Jahre 1975 wurde der Kabelverlegegerätesatz KVGS für FFK-250 im NR-14 eingeführt.

Die Feldfernsprechvermittlung erfolgte ab 1963 auf Basis des Vermittlungsgerätes OB-62 ( des VEB RFB Fernmeldewerk Apolda) in der Ausbaustufe OB-62/60 - mit 60 Fernsprechteilnehmern auf einem Basisfahrzeug.
Dieses System arbeitete im Zweischnursystem zur Gesprächsvermittlung zwischen den Teilnehmern.
Zum Anschluß geeignet waren OB-Endapparate, ZB-Endapparate und Wählverbindungen.

Der mobile Fernschreibtrupp wurde ab 1970 im Gerätesatz GS-237 betrieben.
Er bildete eine Endstelle für fünf Fernschreibmaschinen ( T-51/ T-63).
Der Anschluss erfolgte über Feldkabelverbindungen.
Der GS-237 ermöglichte dann den Anschluss von 10 Fernschreibverbindungen und war zusätzlich mit der Fernschreibvermittlung KTG-10D ausgestattet.
Damit konnten dann auch externe Fernschreibteilnehmer miteinander verbunden werden.

Die Richtfunkkompanie:
Die Richtfunk sowie TF/WT Gerätetechnik war auf Gerätesatz mit Fahrzeug LO 1800 untergebracht.
Anfangs russ. Richtfunktechnik wurde ab 1972 durch DDR-Produktion der Geräte RT-415/417 ersetzt. Mit diesem Gerät konnten 4 Übertragungskanäle zur Nutzung kommen.
Gekoppelt mit einem Gerät TTF-4 konnten 8 Kanäle übertragen werden.

Dieses Gerät TTF-4 kam auch zur Mehrfachausnutzung von Kabellinien mit Bildung von Kanalbündel zum Einsatz. Es konnten 4 Fernsprechkanäle bei einem TTF-4 Gerät und 8 Fernsprechkanäle bei Kopplung von zwei TTF-4 ( V8-Betrieb) Geräten im Kanalbündel übertragen werden.

Gleiches war bei Wechselstromtelegrafie ( Fernschreib) möglich. Zum Einsatz kam anfangs das Gerät WTT-6 in Amplitudenmodulation und wurde ersetzt durch MWT-6 in Frequenzmodulation.

Zudem wurde auf dem Gerätesatz ein Allverstärker TAV-70 nachgerüstet. Dieses Gerät konnte für NF-Fernsprechleitungen die aus sehr langen Kabelstrecken entstehende Dämpfung des Übertragungssignals ( Gesprächspartner zu leise) ausgleichen sowie verschiedene Möglichkeiten der Rufübertragung als Frequenz(Ton)ruf gewährleisten.

Im Jahre 1978 wurden Neubauten in der Kaserne übernommen und bezogen. Durch das III. Bataillon wurde ein Gesamtgebäude bezogen und damit waren dann der Batallionsstab und alle Kompanien in einem Gebäude untergebracht.

Mit dem 03.10.1990 wurde das III.Bataillon damit als solches NICHT in die Bundeswehr übernommen auch NICHT 1991 mit dem II. Bataillon zum "Fm- Bataillon beweglich" umgebildet.
Jenes Bataillon wurde zum 01.10.1991 aufgelöst.


Letzter Kommandeur III.Bataillon: OSL Schumann

Daten:
letzter Tarnname: Volksstamm 73
Fon S1: 2306-373



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NR-14

Erstellt 09.11.2021 18:24 von Alphabet (gelöscht) 09.11.2021 18:24 In der Kategorie Allgemein.

Wir beginnen jetzt mit den Beiträgen im Blog. Die Webseite zum NR-14 wird zum Sommer 2022 aufgegeben.



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Eröffnung

Erstellt 19.06.2021 08:33 von Admin 19.06.2021 08:33 In der Kategorie Allgemein.

Wir haben die Blogfunktion freigeschalten und stellen damit auf Blog um.
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