Die ehemaligen Pioniereisenbahnen der DDR waren Bahnen, die von Pionieren der DDR und Angehörigen der FDJ unter Aufsicht von Mitarbeitern der Deutschen Reichsbahn betrieben wurden. 1950 wurde im Großen Garten in Dresden zum „Tag des Kindes“ mit einfachen Mitteln eine Kindereisenbahn eröffnet,[1] die nur ein Jahr bestehen sollte. Genutzt wurde Material der Vorkriegszeit, das für Ausstellungsbahnen konzipiert und seinerzeit für einen ähnlichen Zweck verwendet worden war. Die Anlage blieb bestehen und wurde am 1. Mai 1951 zur ersten Pioniereisenbahn in der DDR. Im Laufe der Jahre folgten in weiteren Städten elf Bahnen mit ähnlichem Konzept. Im Gegensatz zu anderen Bahnen dieser Art wie in Ungarn und der Tschechoslowakei, wo teilweise ein musealer Betrieb realisiert wurde, sollten die Strecken in der DDR eher modern sein. Obwohl etwa die Pioniereisenbahn Berlin mit Fahrzeugen der früheren Mecklenburg-Pommerschen Schmalspurbahn aufgebaut wurde, ignorierte man die Traditionen und setzte bewusst auf einen Betrieb mit modern wirkenden Diesellokomotiven. Einzig die Pioniereisenbahn Cottbus setzte alte Dampflokomotiven der Waldeisenbahn Muskau vor ihren Zügen ein.
nr14fan
hat folgende Bilder an diesen Beitrag angehängt